Konsequentes Stillen schützt vor atopischer Dermatitis

Werden Säuglinge mit allergischem Risiko über mindestens sechs Monate gestillt, so kann dies zwar ein Ekzem nicht verhindern, aber es schützt, dass daraus keine chronische Erkrankung wird.

Dies konnte eine großangelegte Studie in den USA an über 1.500 Kindern zeigen. Die Kinder wurden über sechs Jahre nachbeobachtet.

Die Studie kam zu folgendem Ergebnis:
Von insgesamt 1.520 Kindern entwickelten 20,33% ein Ekzem. Bei den betroffenen Kindern bestand im Alter von sechs Jahren bei fast zwei Dritteln (58,58%) das Ekzem immer noch.

Kinder, die mehr als drei Monate ausschließlich gestillt wurden, waren mit sechs Jahren weniger häufig betroffen.

Als weiteres Ergebnis kam heraus, dass Kinder aus Familien mit einem höheren sozialökonomischen Status und aus Familien, in denen Nahrungsmittelallergien bekannt waren, eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Ekzem-Diagnose hatten.

Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass ausschließliches Stillen ein Ekzem nicht verhindern kann, Stillen aber eine protektive Rolle dabei hat, ob ein Ekzem chronisch wird.

Die Wissenschaftler regen an, in weiteren Studien zu untersuchen, inwieweit diese Schutzfunktion des Stillens auch bis zur Adoleszenz anhält.

Quelle: https://www.gelbe-liste.de/dermatologie/stillen-schutz-chronisches-ekzem

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