Aktuellen Berichten der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. zufolge, leben in Deutschland derzeit rund 1,7 Millionen Menschen mit Demenz – die Mehrheit von ihnen ist an Morbus Alzheimer erkrankt.1 Die Häufigkeit dementieller Erkrankungen steigt stark mit den Lebensjahren: Während weniger als zwei Prozent der 65- bis 69-Jährigen betroffen sind, sind es ab einem Alter von 90 Jahren mehr als 30 Prozent.2-4 Aufgrund der steigenden Lebenserwartung und der damit verbundenen, wachsenden Anzahl hochaltriger Menschen ist mit einem Anstieg der Demenz-Erkrankungen zu rechnen. Laut Bundesministerium für Bildung und Forschung werden aktuell bereits jährlich 300.000 neue Demenz-Diagnosen gestellt. Bis zum Jahr 2050 könnte die Anzahl der Betroffenen in Deutschland auf rund drei Millionen steigen.5

Grundsätzlich erkranken Frauen deutlich häufiger als Männer: Etwa zwei Drittel der Demenzen im höheren Lebensalter fallen auf Frauen, dagegen nur ein Drittel auf Männer. Dies ist vermutlich auf die durchschnittlich höhere Lebenserwartung von Frauen zurückzuführen. Auffallend ist jedoch auch, dass Frauen länger mit der Krankheit überleben als Männer.2 Die genauen Ursachen hierfür sind bisher noch nicht vollständig geklärt.

Risikofaktoren für die Entstehung der Alzheimer-Demenz

Die Risikofaktoren für eine Alzheimer-Erkrankung sind noch nicht abschließend bekannt und werden in der Wissenschaft viel diskutiert. Verschiedene Studien deuten jedoch darauf hin, dass die Erkrankungshäufigkeit in westlichen Ländern rückläufig ist. Ursächlich für das abnehmende Risiko könnten unter anderem der bessere Zugang zu Bildung, ein gesünderer Lebensstil sowie die erfolgreiche und frühzeitige Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein. Dem gegenüber steht die Einschätzung, dass Adipositas und Diabetes – Krankheitsbilder, die gerade in westlichen Ländern wie Deutschland häufig auftreten – einen stark negativen Einfluss auf die Entstehung der Alzheimer-Demenz haben.1

Wissenschaftler des University College London haben in einer weiteren Studie neun konkrete Risikofaktoren für Demenz-Krankheiten identifiziert. Die folgenden Faktoren sollen demzufolge das persönliche Erkrankungsrisiko beeinflussen:

  • Hörverlust im mittleren Lebensalter
  • mangelnde Bildung in der Jugend
  • hoher Blutdruck
  • Übergewicht
  • Typ-2-Diabetes
  • Depression
  • körperliche Inaktivität
  • soziale Isolation
  • Rauchen.6

Der Einfluss der Ernährung

Aus den genannten Risikofaktoren geht hervor, dass ein gesunder Lebensstil bzw. eine gesunde Ernährung sich mutmaßlich positiv auf die Entstehung einer Demenz auswirken können. Doch es bestehen auch Hinweise, dass bei einer bereits bestehenden Erkrankung an Morbus Alzheimer die Ernährung Einfluss auf den Krankheitsverlauf nehmen kann: Die Ergebnisse der LipiDiDiet Studie lassen die Annahme zu, dass durch die frühe Gabe der medizinischen Trinknahrung Souvenaid im prodromalen Stadium der Erkrankung, positive Effekte im Hinblick auf die Fähigkeit, alltägliche Aufgaben zu bewältigen, sowie in Bezug auf die hippocampale Atrophie erzielt werden können.7 Souvenaid enthält den speziellen Nährstoffkomplex Fortasyn Connect, der unter anderem Omega-3-Fettsäuren, Uridin, Cholin, verschiedene Vitamine sowie Folsäure und Selen enthält.

LipiDiDiet Studie

Hier finden Sie den Link zur gesamten LipiDiDiet Studie.

zur LipiDiDiet Studie

Quellenverzeichnis

1 Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. – Pressemitteilung: Neues Informationsblatt der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: Alle 100 Sekunden erkrankt in Deutschland ein Mensch an Demenz, https://www.alzheimer-gesellschaft.info/fileadmin/xxx-company/pdf/Pressemitteilungen/Pressemitteilungen_2018/pm_dalzg_2018_0627_Infoblatt_Epidemiologie_2018.pdf , Zugriff: November 2018

2 Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. – Informationsblatt 1: Die Häufigkeit von Demenzerkrankungen, http://www.deutsche-alzheimer.de/fileadmin/alz/pdf/factsheets/infoblatt1_haeufigkeit_demenzerkrankungen_dalzg.pdf, Zugriff: November 2018

3 Robert Koch-Institut (Hrsg) – Beiträge zur Gesundheitsberichterstattung des Bundes 2005, https://www.rki.de/DE/Content/Gesundheitsmonitoring/Gesundheitsberichterstattung/GBEDownloadsB/Armut.pdf%3F__blob%3DpublicationFile. Zugriff: November 2018

4 Brinks R, Landwehr S, Waldeyer R. Age of onset in chronic diseases: New method and application to dementia in Germany. Popul Health Metr. 2013 May 2;11:6. doi: 10.1186/1478-7954-11-6.

5 Bundesministerium für Bildung und Forschung – 3 Millionen Deutsche könnten im Jahr 2050 an Demenz leiden, https://www.bmbf.de/de/3-millionen-deutsche-koennten-im-jahr-2050-an-demenz-leiden-4826.html, Zugriff: November 2018

6 Livingston G et al. Dementia prevention, intervention, and care. Lancet 2017 Dec 16;390(10113):2673-2734.

7 Soininen H et al. 24-month intervention with a specific multinutrient in people with prodromal Alzheimer’s disease (LipiDiDiet): a randomised, double-blind, controlled trial. Lancet Neurol 2017; 16: 965–75.