Obwohl bereits seit vielen Jahren im Bereich der Alzheimer-Krankheit intensiv geforscht wird, gibt es bislang keine Heilungsmöglichkeit der Erkrankung. Dennoch kann eine Behandlung zumindest dabei helfen, die Beschwerden zu lindern und eine Verbesserung der Lebensqualität zu bewirken. Gemeinsam mit dem Patienten trifft der Arzt die Entscheidung über die Art der Behandlung, um diesem möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.

Möglichkeiten der medikamentösen Behandlung

Bei der medikamentösen Behandlung werden Antidementiva und Antidepressiva eingesetzt, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verzögern und Begleiterscheinungen zu mildern. Verschiedene Studien deuten zudem darauf hin, dass ein pflanzlicher Ginkgo-Extrakt kognitive Funktionen bereits im frühen Stadien der Demenz vom Alzheimer-Typ und somit die Symptome verbessern kann.1

Welche nicht-medikamentöse Maßnahmen stehen zur Verfügung?

Auch die nicht-medikamentöse Behandlung nimmt mittlerweile einen wichtigen Stellenwert ein. Gerade im frühen Stadium der Alzheimer-Krankheit ist es von Bedeutung, den Patienten bei der Erledigung seiner alltäglichen Aufgaben zu unterstützen und ihm einen geregelten Alltag zu ermöglichen.1 Hilfreich zur Stärkung und Erhaltung der Fähigkeiten können zudem die folgenden Maßnahmen sein:

  • Kognitives Training
  • Realitäts-Orientierungs-Training
  • Erinnerungstherapie
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • Verhaltenstherapie2

Welche Rolle kann die Ernährung spielen?

Es gibt einige Hinweise darauf, dass eine gesunde und ausgewogene Ernährung den Krankheitsverlauf beeinflussen kann. Auf Basis wissenschaftlicher Studien lässt sich annehmen, dass bei Alzheimer-Demenz-Patienten vermehrt ein Mangel bestimmter Nährstoffe nachgewiesen werden kann.3 Deshalb sollten Betroffene im ersten Schritt ihre Ernährung entsprechend anpassen. Hierbei sollte nicht ausschließlich auf die Menge der Mahlzeiten, sondern auch auf die Qualität und den Nährstoffgehalt geachtet werden. Häufig wird eine mediterrane Diät empfohlen, die den Körper ausreichend mit den benötigten Nährstoffen versorgt. Auf Alkoholkonsum sollte hingegen verzichtet werden.1

Im Rahmen der LipiDiDiet Studie wurde untersucht, inwiefern durch den täglichen Verzehr der medizinischen Trinknahrung Souvenaid®, die den spezifischen Nährstoffkomplex Fortasyn Connect enthält, die Alzheimer-Erkrankung im prodromalen Stadium beeinflusst werden kann. Positive Effekte konnten dabei unter anderem für die Fähigkeit zur Bewältigung alltäglicher Aufgaben gezeigt werden. Außerdem lassen die Studienergebnisse die Annahme zu, dass durch eine möglichst frühe Ernährungsintervention mit Fortasyn Connect® konkrete positive Effekte leichter erzielt werden können als bei späterem Therapiebeginn.

LipiDiDiet Studie

Hier finden Sie den Link zur gesamten LipiDiDiet Studie.

zur LipiDiDiet Studie

Quellenverzeichnis

1 Deuschl G, Maier W et al. S3-Leitlinie Demenzen. 2016. In: Deutsche Gesellschaft für Neurologie, Hrsg. Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. Online: www.dgn.org/leitlinien (Zugriff: Dezember 2018)

2 Alzheimer Forschung Initiative e.V. Nicht-medikamentöse Behandlung. https://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer/behandlung/nicht-medikamentoese-behandlung/ (Zugriff: Dezember 2018)

3 Lopes da Silva S et al. Plasma nutrient status of patients with Alzheimer’s disease: Systematic review and meta-analysis. Alzheimers Dement 2013 Oct 18. pii: S1552-5260(13)02464-3.

4 Soininen H et al. 24-month intervention with a specific multinutrient in people with prodromal Alzheimer’s disease (LipiDiDiet): a randomised, double-blind, controlled trial. Lancet Neurol 2017; 16: 965–75.)