Die Alzheimer-Demenz ist durch das fortschreitende Absterben von Nervenzellen im Gehirn gekennzeichnet, wodurch kognitive Funktionen wie die Gedächtnisleistung, Orientierung und das Verknüpfen von Denkinhalten nach und nach abnehmen. Im Verlauf der Erkrankung verlieren Betroffene zunehmend ihre Fähigkeit, alltägliche Aktivitäten eigenständig durchzuführen. Der Beginn der Alzheimer-Krankheit ist in der Regel schleichend und ihr Verlauf langsam, aber stetig und bislang unaufhaltsam.

Erste Anzeichen der Alzheimer-Demenz ähneln zumeist der normalen Altersvergesslichkeit. Während zu Beginn überwiegend das Kurzzeitgedächtnis betroffen ist, treten mit Fortschreiten der Erkrankung auch verstärkt Einschränkungen des Langzeitgedächtnisses auf.

Alzheimer-Früherkennung

Ein Verdacht auf die Alzheimer-Krankheit sollte umgehend untersucht werden, um frühzeitig
therapeutische Maßnahmen einleiten zu können. Der Verlauf der Alzheimer-Demenz kann
insbesondere im Frühstadium durch medikamentöse Behandlung beeinflusst werden.
Erkennen Sie bei der betreuten Person eines oder mehrere der folgenden Symptome,
können diese Anzeichen für eine beginnende Demenz sein:

  • Häufiges Vergessen bzw. starke Vergesslichkeit
  • Schwierigkeiten bei alltäglichen Aufgaben und Aktivitäten
  • Sprachprobleme, v. a. Wortfindungsstörungen oder Wortverwechslungen
  • Räumliche und zeitliche Orientierungsprobleme
  • Liegenlassen von Gegenständen, z. B. Verlegen des Hausschlüssels
  • Gemütsschwankungen und Persönlichkeitsveränderungen

Typische Stadien der Erkrankung

Die Alzheimer-Krankheit ist eine komplexe Krankheit und kann Menschen auf unterschiedliche Art und Weise beeinträchtigen. Gleichwohl gibt es charakteristische Stadien, die viele Patienten ähnlich durchlaufen. Sie spiegeln den fortschreitenden Verlust von Nervenzellen bzw. Nervenzellkontakten (Synapsen) im Gehirn wieder.

Das frühe Stadium

Als frühestes Symptom treten normalerweise Gedächtnisstörungen auf. Dies wird als „anamnestische“ Phase der Erkrankung bezeichnet, da möglicherweise noch keine anderen Symptome erkennbar sind. Weitere häufige Frühsymptome können Rückzug aus dem sozialen Leben, Interessenverlust und Aufgabe geistig fordernder Hobbys sein.
Mit beginnender Demenz können die Erkrankten in der Regel eigenständig leben und brauchen nur kleinere Hilfen im Alltag. Auch wenn die ersten Anzeichen von Demenz belastend für die Betroffenen und ihre Angehörigen sind, lässt sich insbesondere im Frühstadium der Verlauf der Erkrankung beeinflussen. Neben medikamentöser Behandlung, die das Fortschreiten der Alzheimer-Erkrankung verzögern kann, übt auch eine ausgewogene und abgestimmte Ernährung bei Alzheimer einen positiven Einfluss auf die geistige Leistungsfähigkeit aus.

Das fortgeschrittene Stadium

Im weiteren Verlauf verstärken sich die Symptome und normale Alltagskompetenzen (u. a. Körperhygiene und Nahrungsaufnahme) nehmen ab. Es kommt zu Störungen der Orientierung, des Urteilsvermögens und des Sprachverständnisses. Die Selbstständigkeit der Patienten ist zunehmend beeinträchtigt, eine eigenständige Lebensführung kaum noch möglich.

Viele Menschen mit Alzheimer-Demenz sind in dieser Phase von einer großen Unruhe mit einem erhöhten Bewegungsdrang betroffen, was sich auch auf ihren Energiebedarf auswirkt.

Bei Veränderungen des Energieverbrauchs sollte besonders auf die bedarfsgerechte Energie- und Nährstoffversorgung geachtet werden. Ein guter Ernährungszustand geht mit einer besseren kognitiven Leistungsfähigkeit sowie allgemeinem Wohlbefinden der Patienten einher.

Das schwere Stadium

Im weit fortgeschrittenen, schweren Stadium sind sämtliche kognitive Fähigkeiten in Mitleidenschaft gezogen. So ist die Sprachfähigkeit häufig eingeschränkt und grundlegende Fertigkeiten wie Essen, Laufen oder selbstständiger Toilettengang gehen verloren. Es kommt zu einer zunehmenden Pflegebedürftigkeit, häufig verbunden mit Bettlägerigkeit.

Da Patienten in diesem Stadium ihre Bedürfnisse oder z. B. Schmerzen oft nicht mehr mitteilen können, ist eine regelmäßige Untersuchung ihrer körperlichen Verfassung einschließlich ihres Ernährungszustands wichtig, um ihre Lebensqualität bestmöglich zu erhalten. Mitunter können medizinische Trink- oder auch Sondennahrungen einen wertvollen Beitrag zur optimalen Nährstoffversorgung der Patienten leisten.

Literaturquellen

Hier finden Sie das Quellenverzeichnis zum Therapiegebiet Alzheimer.

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