Morbus Alzheimer ist derzeit weder heilbar noch lässt sich der Ausbruch der Erkrankung verhindern oder ihr Fortschreiten aufhalten. Je eher jedoch die Alzheimer-Krankheit festgestellt wird, desto erfolgreicher lässt sich ihr Verlauf beeinflussen. So greifen medikamentöse Therapien insbesondere im Frühstadium der Erkrankung. Zunehmend häufen sich auch Hinweise in der wissenschaftlichen Literatur, dass Patienten mit Alzheimer-Krankheit im Frühstadium spezifische Ernährungsbedürfnisse haben. Daher können auch ernährungstherapeutische Maßnahmen eine Rolle im Behandlungskonzept spielen.

Medikamentöse Therapien

Zur medikamentösen Behandlung der Alzheimer-Krankheit und ihrer Begleiterscheinungen stehen verschiedene Präparate zur Verfügung. Am besten belegt ist die Wirkung von Antidementiva, vor allem von Acetylcholinesterase Hemmern sowie des NMDA-Antagonisten Memantin. Sie werden in der S3-Leitlinie zur Behandlung der Alzheimer-Demenz mit dem Ziel empfohlen, kognitive Funktionen und die Fähigkeit zur Verrichtung alltäglicher Aktivitäten zu verbessern und so lang wie möglich zu erhalten (vgl. Deuschl G et al 2016).

Nicht medikamentöse Behandlungsansätze

Auch nicht medikamentöse Behandlungsmethoden spielen eine wichtige Rolle in der Alzheimer-Therapie. Ergo- und Physiotherapie sowie kognitives Training (z. B. Gedächtnistraining, Biographiearbeit) richten den Fokus darauf, vorhandene Fähigkeiten und Fertigkeiten zu trainieren, Alzheimer-typische Symptome zu lindern und die Selbstständigkeit im Alltag zu erhalten.

Zusätzlich können Musik-, Tier- oder Aromatherapie auch in fortgeschritten Stadien der Demenz den Alltag der Patienten bereichern. Zu einer ganzheitlichen Therapie gehört zudem die professionelle Beratung der Angehörigen zum richtigen Umgang mit dem demenziell erkrankten Menschen sowie dessen Verhaltensweisen und Bedürfnissen.

Literaturquellen

Hier finden Sie das Quellenverzeichnis zum Therapiegebiet Alzheimer.

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