Bedingt durch höheres Alter können chronische Erkrankungen und funktionelle Einschränkungen die Lebensqualität beeinträchtigen. Wenn ältere Menschen gebrechlich und häufig krank sind, Unterstützung im Alltag brauchen und über fehlende Lebensqualität klagen, sprechen Mediziner auch von Frailty (Gebrechlichkeit).

Dieses oft beobachtete Phänomen beschreibt eine erhöhte Anfälligkeit älterer Menschen gegenüber äußeren Stressfaktoren wie etwa Überlastung, Unruhe oder Erkrankungen. Aber nicht nur die Widerstandsfähigkeit nimmt ab, auch die funktionellen Reserven schrumpfen. Dadurch verschlechtern sich körperliche und kognitive Leistungen. Da alle Lebensbereiche berührt werden können, spricht man auch von sozialer, physischer und psychischer Komponente der Gebrechlichkeit.

Ursache bei Gebrechlichkeit

Die Ursachen für Gebrechlichkeit sind multimodal und reichen von chronischen Entzündungsvorgängen, Veränderungen der Gefäße bis hin zu hormonellen Ursachen. Häufig ist Gebrechlichkeit verbunden mit:

  • Einem erhöhten Sturzrisiko,
  • Chronischen Erkrankungen,
  • Krankenhausaufenthalten,
  • Dem Verlust von Selbstständigkeit und Mobilität,
  • Pflegebedürftigkeit sowie
  • Einer hohen Sterblichkeit

Definition von Frailty (Gebrechlichkeit) nach Fried

  • Unbeabsichtigter Gewichtsverlust von mehr als fünf Kilogramm im letzten Jahr
  • Selbst registrierte Erschöpfung
  • Muskelschwäche
  • Geringe körperliche Aktivität
  • Verminderte Gehgeschwindigkeit

Einfluss der Ernährung

Typisch für Gebrechlichkeit ist zudem eine Appetitminderung, weshalb gebrechliche Menschen oft ungewollt Gewicht verlieren. Auch die Zusammensetzung des Körpers verändert sich: Der Fettanteil nimmt zu, während Muskelmasse und Knochendichte abnehmen. Vor allem in Verbindung mit einer Fehl- und Mangelernährung kann dies schnell pathologisch werden und zu einer Sarkopenie und/ oder einer Osteoporose führen. Wichtige Bausteine in der Behandlung dieser Alterserkrankungen sind daher Krafttraining und eine gezielte Ernährung.