Die ernährungstherapeutischen Maßnahmen bauen stufenförmig aufeinander auf. In der Praxis werden sie jedoch häufig miteinander kombiniert. Die adäquate Ernährungstherapie  zur Behandlung von Malnutrition bei Senioren wird stets vom behandelnden Arzt festgelegt. Sehen Sie im Folgenden die Stufen der Behandlung bei Mangelernährung im Alter nach Küpper 2010.

Stufe 1 Orale Ernährung:Orientierung an D-A-CH-Referenzwerte, „10 Regeln für eine vollwertige Ernährung“ der DGE, Qualitätsstandards in stationären Senioreneinrichtungen
Stufe 2 Orale Ernährung und zusätzlich:Anreicherung, Supplemente (ONS), Trinknahrung
Stufe 3 Enterale Ernährung:Trinknahrung, Sondennahrung
Stufe 4. Parenterale Ernährung

Hinsichtlich der direkten Ernährungsmaßnahmen haben orale Strategien bei älteren Menschen immer oberste Priorität. Wenn eine orale Nahrungszufuhr nicht für die adäquate Nahrungsaufnahme ausreicht, bieten Trinknahrung und Sondenernährung die beste Möglichkeit, die Energie- und Nährstoffzufuhr zu sichern oder zu erhöhen.

Wie zahlreiche kontrollierte, randomisierte Studien belegen, verbessert der Einsatz von Trinknahrung nicht nur den Ernährungszustand. Sie kann dazu beitragen, Komplikationen wie Infektionsrisiko, Hospitalisierungsdauer und Mortalitätsraten zu senken sowie motorische und kognitive Fähigkeiten positiv zu beeinflussen (vgl. u. a. Loch et al. 2006).

Parenterale Ernährung sollte Patienten vorbehalten bleiben, die nicht in der Lage sind, ihren Bedarf auf oralem oder enteralem Wege zu decken.