Neben der eigentlichen Krebstherapie können viele weitere Maßnahmen unterstützend durchgeführt werden, um z. B. Nebenwirkungen zu lindern, Komplikationen bestmöglich zu verhindern und die Lebensqualität Ihrer Patienten zu steigern. Zu diesen Maßnahmen der sogenannten Supportivtherapie zählen auch jene, die den Ernährungsstatus Ihrer Patienten erhalten oder verbessern sollen.

Ziele und Möglichkeiten der Ernährungstherapie in der Onkologie

Die Ziele einer Ernährungstherapie sind vielfältig. In erster Linie geht es um die Stabilisierung des Ernährungszustandes. Damit einhergehend soll die Optimierung der körperlichen Leistungsfähigkeit und der Lebensqualität sowie Verbesserung der Verträglichkeit der Krebsbehandlung und Prognose erzielt werden.

Erste Ernährungsmaßnahmen wie Ernährungsberatung und Anreicherung der normalen Nahrung mit Kalorien sind mit fortschreitender Mangelernährung und Tumorkachexie oft nicht mehr effektiv.  Im nächsten Schritt können dann orale Trinknahrungen eine sinnvolle Option darstellen. Sind auch sie nicht wirksam – beispielsweise weil Strahlenenteritiden, ein chronischer Ileus, Verwachsungen oder ein Kurzdarmsyndrom die Aufnahme, Verdauung oder Resorption zu sehr einschränken oder verhindern – sollten die Nährstoffe mithilfe einer Sonde oder parenteral zugeführt werden.

Patienten mit eingeschränkter Nahrungsaufnahme oder Mangelernährung haben ein hohes Risiko für eine weitere, rasche Verschlechterung des Ernährungszustands. Die Leitlinien-Empfehlung, frühzeitig Trink- und Sondennahrungen einzusetzen, gewinnt vor diesem Hintergrund besonderes Gewicht.

Positive Effekte von Trink- und Sondennahrungen

Prospektiv randomisierte Studien zeigen, dass eine Ernährungsberatung und der Einsatz oraler Trinknahrungen die Energie- und Proteinaufnahme steigern und damit einhergehend Komplikationen, Therapieverschiebungen und den Gewichtsverlust unter antitumoraler Behandlung vermindern können. Darüber hinaus können Ernährungsberatung und medizinische Trinknahrung die Lebensqualität verbessern – dies belegt eine Metaanalyse von 13 randomisierten und kontrollierten Studien mit insgesamt 1.414 onkologischen Patienten mit Malnutrition oder einem Risiko für Mangelernährung. Die Ernährungsintervention führte zu einer signifikanten Verbesserung von Aspekten wie emotionaler Funktion, Dyspnoe, Appetitlosigkeit und der allgemeinen Lebensqualität.

Auch Sondennahrung kann, sofern sie notwendig ist, den Ernährungszustand stabilisieren und einen Gewichtsverlust verhindern und folglich einen positiven Einfluss auf die Lebensqualität von Krebspatienten ausüben.

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Die Ernährungssituation Ihres Patienten adäquat einschätzen

Für das strukturierte Screening stehen validierte Instrumente zur Verfügung, die von der Europäischen Gesellschaft für Klinische Ernährung und Stoffwechsel (ESPEN) empfohlen werden.

Das Nutricia Ernährungsprogramm für die Onkologie

Wir von Nutricia widmen uns seit 1919 der medizinisch enteralen Ernährung und sind führender Anbieter von auf die spezifischen Bedürfnisse Ihrer Patienten angepasster Trink- und Sondennahrungen. Darüber hinaus unterstützen wir Sie und Ihre Patienten mit einem professionellen Ernährungsteam.