Wachstumsstörung und Mangelernährung bei Kindern mit neurologischen Erkrankungen beruhen meist auf quantitativ oder qualitativ unzureichender Nährstoffaufnahme. Mangelernährung korreliert dabei eindeutig mit dem Schweregrad der motorischen Beeinträchtigungen. Dieser wird üblicherweise mithilfe des Gross Motor Functional Classification Systems (GMFCS) klassifiziert.

Gemessen an der „Größe-für-Alter“ haben Kinder mit massiven Einschränkungen der Motorik ein signifikant höheres Risiko für eine Mangelernährung als Kinder mit leichteren Einschränkungen. Gemäß einer Querschnittstudie weisen rund 41 % der Kinder mit GMFCS-Level I eine milde bis schwere Mangelernährung auf. Bei GMFCS-Level V sind hingegen bis zu 91 % der Kinder davon betroffen.

Die Diagnose von Ernährungsproblemen oder einer Mangelernährung ergibt sich in der Regel aus mehreren Untersuchungsschritten. Zentral sind die Identifikation von Fütterungsproblemen, die Betrachtung der Perzentilenkurven des Kindes sowie eine umfassende Ernährungsanamnese.

Leitfaden für Kinderuntersuchungs-Termine

In Zusammenarbeit mit Frau Dr. Manuela Baumgartner vom Ordensklinikum Linz möchten wir Ihnen einen entwicklungsdiagnostischen Leitfaden zu den Kinderuntersuchungs-Terminen zur Verfügung stellen.
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