Die Zerebralparese ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen bei Kindern. Typische Symptome sind:

  • Spastik bzw. Hypertonus der Muskulatur
  • Fokale oder sekundär generalisierte Krampfanfälle
  • Sinnes- und Wahrnehmungsstörungen
  • Intelligenzminderung
  • Muskulärer Hypotonus

Krankheitsbedingte Ernährungsschwierigkeiten

Viele Kinder mit Zerebralparese weisen zudem Ernährungsschwierigkeiten auf, die vorrangig durch eine oralmotorische Dysfunktion verursacht wird. Eine Untersuchung zur Ernährung von Kindern mit schweren neurologischen Erkrankungen ergab, dass 57 % der Kinder nicht richtig saugen können und 38 % Schluckprobleme haben.

Aufgrund physiologischer anatomischer Veränderungen im Bereich des Kehlkopfes können ab dem 2. Lebensjahr Schluckbeschwerden und Aspirationsereignisse zunehmen. Luftnot bei den Mahlzeiten, Würgen, Erbrechen, Spucken und ein Zeitaufwand von mehr als drei Stunden pro Tag zum Füttern sind bei Kindern mit Zerebralparese nicht selten.

Anhaltende Fütterungs- und Schluckstörungen können zu einer ernsthaften Unterversorgung mit lebenswichtigen Nährstoffen von Kindern führen. Eine Mangelernährung wiederum kann Entwicklungsstörungen verursachen bzw. verstärken. Daher sind die Ernährungsanamnese und die weiterführende Diagnostik zur Beurteilung von Fütterungs- und Schluckstörungen bei Kindern mit Zerebralparese von essenzieller Bedeutung.